Das Studium in Frankreich

Studium in Frankreich

Wer sich für ein Studium in Frankreich interessiert hat einige Unterschiede zum Studium in Deutschland zu beachten.

Das Studium selbst ist um einiges mehr verschult als es bei uns üblich ist. Es gibt weniger Diskussionsrunden während der Vorlesung, dafür mehr Frontalunterricht und auch mehr Prüfungen. Leistungen über Präsentationen und Hausarbeiten zu erbringen ist dort nicht so üblich wie an deutschen Hochschulen.

Es kann zudem zwischen zwei Arten von Lehrveranstaltungen unterschieden werden. Die cours magistraux entsprechen deutschen Vorlesungen und beinhalten je nach Studiengang zwischen 100 und 1000 Teilnehmer.

Die travaux dirigés und travaux pratiques dagegen haben eine sehr begrenzte Teilnehmerzahl und können mit deutschen Tutorien oder Übungen verglichen werden. Es werden sowohl praktische als auch theoretische Kenntnisse übermittelt und vertieft.

Die Prüfungen dienen in Frankreich auch sehr häufig dem Aussieben der vielen Studenten. Anders als in Deutschland gibt es in Frankreich keinen NC bei der Zulassung. Dies erscheint zunächst ein großer Vorteil, doch spätestens nach dem ersten Prüfungszeitraum macht sich bemerkbar, dass keineswegs auch alle zugelassenen Studenten den Abschluss machen werden. Es gibt sehr hohe Durchfallquoten und vor allem in den beliebteren Studiengängen muss man sehr viel leisten, um weiter machen zu können.

Das System der Notengebung erfolgt anders als in Deutschland nach Punkten. Es geht von 0 bis 20 Punkten. Grob lässt sich sagen, dass 16 – 20 Punkte eine deutsche eins wären, unter 5 hingegen eine sechs. Erzielt man weniger als 10 Punkte, ist man durchgefallen.

Für Gaststudenten im Auslandssemester gibt es individuelle Anrechnungs- und Notensysteme von der jeweiligen Universität. Hier sollte man sich frühzeitig erkundigen, was angerechnet werden kann und welche Leistungen zwingend erbracht werden müssen.

Der Semesteraufbau ist etwas anders als in Deutschland. Semesteranfang ist je nach Universität zwischen September und Oktober. Mitte Januar wird das erste Semester mit einer Prüfungsphase abgeschlossen. Das zweite Semester beginnt dann im Februar und geht bis April oder Mai, auch hier gibt es zum Abschluss wieder einen Prüfungszeitraum.

Auch wenn also die Zeit während des Semesters und vor allem die Prüfungen sehr anspruchsvoll sind bietet sich in den Semesterferien sehr viel Zeit, um das Land und seine Vielfalt kennen zu lernen. Denn Studieren besteht nicht nur aus Lernen, sondern dient der Weiterbildung in verschiedensten Bereichen. Gerade das Studium im Ausland sollte eine Möglichkeit darstellen eine andere Kultur und Lebensweise kennen zu lernen.

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